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Montag, 5. November 2012

Essen 20: Faschiertes und Nudeln

Das einzige Fotos der Session, das nicht unscharf ist.

Das Faschierte mag beherrscht werden! Fleisch ist wohl bekannt, aber das Faschierte war mir suspekt. Durch den Fleischwolf gedreht zu werden ist keine Erfahrung, die man sich als angenehm vorstellt, fast schon eine Beschimpfung ist es.

Das passiert mit Faschiertem: Durch den Fleischwolf.
Weil spät und hungrig, keine Experimente: Nudel mit faschierter Fleischsoße.

Das geht eigentlich einfach:

Zwiebel anrösten, Knoblauch dazugeben, dann das Faschierte hinein. Nach belieben würzen und so lange anbraten bis die Farbe nicht mehr rot ist sondern grau. Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, das Faschierte zu quetschen, bevor man es in die Pfanne wirft. Vielleicht. Sonst entstehen so graue zusammenhängende Fleischwürmer.

das essen schaut aus wie würmer schicke ich per sms und erhalte die antwort das stimmt so wenn sie sich nicht bewegen.

Das geschnippelte Gemüse dazugeben, Nachwürzen, mit Tomarenmark aufgiesen und was sonst noch so im Kühlschrank herumsteht (eine halbleeres Glas mit Sugo, schon seit ein paar Wochen z.B. angeblich Bio aber noch keine Spur von Schimmel – das riecht nach Betrug!).
Auch ein Suppenwürfel fand seinen Weg in die Pfanne.

Hot action!

Während das zugedeckt köchelt, Nudeln kochen und dann fertig. Voilà.

Etwas festere Flüssigkeit wäre ok gewesen, ist - anders als es das Foto vermuten lässt - eh ziemlich verkocht. Mehr Tomatenmark beim nächsten Mal. Aber geschmacklich sehr ok.

Zufrieden.

Sonntag, 28. März 2010

Essen 16: Das beste Mittagessen von Klafu

„Nein, sicher nicht“ (die immer-beste-Antwort), war die Antwort von k auf meine vermutlich genuschelte Frage „Frühstücken?“, im Bett liegend und langsam aufwachend, so um 14.00. „Dann Mittagessen?“ „Hm, ja.“

Wir schleppen unsere müden Körper durch von herumlaufenden Mittagsmenschen und erbarmungslosen Frühaufstehern besetzten Interspargänge, torkelnd und ohne richtige Ahnung, was wo zu finden ist. Auf der Liste, die wir nicht geschrieben haben, steht: Salat Fleisch Curry Schlag (oder Sahne oder Sauerrahm oder Creme fraiche, irgendwas im Becher, das weiß ist aber kein Joghurt).
Beim Anstehen bei der Kassa, hinter uns ein Typ, der nur eine Packung TicTac kaufen will, der Blick auf die Schlagzeile der Kronenzeitung: FRAU IN LAWINE GEFANGEN WIE EINBETONIERT, was mich an das Poster-tamtam von Captivity (himbeeren-nomieniert für den schlechtesten Film zweitausendsonstwas) erinnert, das ist nirgends aufgehängt worden (außer in Spanien) weil gewaltverherrlichend und frauenverachtend. (Stimmt nicht ganz mit „nirgends aufgehängt“, aber so im Groben.). Ich frage mich, zu welcher Vorstellung mich die Kronenzeitung auffordert, wenn sie sagen „Frau wie einbetoniert“. K meint etwas zu Mafiamethoden und lacht.

Fleisch (egal welches)
Curry (nicht das Pulver, sondern so fertiges aus der Asia-Abteilung)
Kokosmilch
Buchweizen (oder Reis oder auch nichts)
Paprika
Champignons
Knoblauch

Ich zerschneide Fleisch, k zerschneidet Gemüse.

Pfanne einfetten, heiß machen, Zwiebeln anbraten.
Parallel dazu: Salzwasser heiß machen (immer eine interessante Frage wann man das Salz ins Wasser gibt. Ich: Gleich am Anfang. Andere: Sobald das Wasser kocht.).
Das Fleisch in die Pfanne mit den heißen Zwiebeln geben, k schüttet Buchweizen in das heiße Salzwasser, warten.

Wenn das Fleisch seine Farbe verändert hat, das Currygewürzzeug und den Knoblauch dazu. Vermischen, darauf achten, dass nichts anbrennt, warten.

Dann Champignons/Paprika/Gemüse in die Pfanne, umrühren. Nach kurzer Zeit: Kokosmilch dazu, umrühren, warten.

Da kann man eigentlich nichts falsch machen.


Essen am Balkon, der große Tisch, der früher am Balkon stand, ist verschwunden, ein kleiner Tisch steht jetzt dort. Trotzdem passen alle Teller und Schüssel mitsamt Besteckt und Gläsern darauf.

Serverien, kosten: Köstlich! Schmeckt zuerst leicht nach Kokos, dann nach dem, was gerade im Mund ist (also mehr Champignon oder mehr Paprika oder mehr Fleisch oder mehr Buchweizen) und dann so richtig scharf und nach Curry. Beim Essen die zurückhaltende Bemerkung geäußert, dass das bestimmt das beste Mittagessen ist, das heute in diesem Wohnblock gegessen wird, später korrigiert dazu, dass das bestimmt das beste Mittagessen war, dass heute in Klagenfurt gegessen worden ist.

Wer also auch einmal das beste Mittagessen ihres/seines Wohnortes essen möchte, sei dazu aufgefordert es gleichzutun. Wasser und improvisiertes Fladenbrot (d.h. Schwarzbrot vom Hofer) bereithalten zum Dazuessen!

Montag, 18. Januar 2010

Essen 15: Panierte Champignons

Hier sind wir wieder, inzwischen haben wir uns beschäftigt mit Weihnachten, der Zeit und Parmenides, also gute Wochen verbracht.

Bereits letzte Woche geplant aber nicht umgesetzt, Nahrung mit folgenden Zutaten:

Champignons, viele und eher kleine
Salz
Ei
Semmelbrösel
Mehl
Fett (oder Öl, ist egal)
Klopapier

Vielleicht ahnt es schon jemand, heute wird paniert!
Ich wurde davor gewarnt: „Das wird ein rieee-sen Dreck werden“, wurde mir gesagt, aber wir stehen ja schließlich auf Dreck.

Vorbereitend einige Champignons waschen und große Exemplare zerteilen. Dann Mehl in eine Schüssel geben, ein Ei aufschlagen und in eine andere Schüssel hinein, Semmelbrösel in eine dritte Schüssel. Fett in einer kleineren Pfanne heiß machen. Ich habe hier kein Fett, deswegen das Öl, mit dem sonst der Blumosus eingesprüht wird in die Pfanne (ja, die Hausherrin setzt auf Biogift: Rapsöl und Geschirrspülmittel. Geschirrspülmittel ist zwar nicht ganz so bio aber das Rapsöl ist es). „Drei Finger hoch Fett“, wurde mir gesagt, so dass die Champignons gut schwimmen darin. Ist es irgendwie grauslich, sich die in fett schwimmenden Champignons vorzustellen?

Das Öl langsam erhitzen, es muss langsam warm werden und gar nie brennheiß sein, weil sonst alles anbrennt, das wollen wir nicht. Sobald es ein wenig zischelt, wenn man Brösel hineinbröselt folgende Schritte nach Belieben oft ausführen:

* Champignon in Mehl wälzen
* Eingemehltes Champignon in Ei einschleimen
* Gemehltes und beeites Champignon in die Semmelbrösel tauchen

Aufpassen: Nicht zu sehr herumdrücken, am schönsten werden die Champignons, wenn man nicht darauf herumtapscht (auch wenn man mit den Fingern lustig daran kleben bleibt).

* Das klebrige Champignon ins heiße (und nicht zu-heiße) Öl plumpsen lassen.

Wenn ein Champignon fertig ist (eine empirische Überprüfung, aber man kann den Sinnesdaten hier idR vertrauen), hinausheben und auf das Klopapier legen. Das ist wichtig, weil die sonst total fett sind und das schon irgendwie grauslich ist. Nicht vergessen von Zeit zu Zeit einen Blick in den Topf werfen, weil sonst die Champignons total verbrennen. Ist mir zum Glück nicht passiert, kann ich mir aber gut vorstellen. Und apropos Zeit: Joseph Weizenbaum hat in einem Vortrag Worte seiner Tocher Pim wiedergegeben, die gesagt hat „Time is natures way of seeing to it that not everything happens all at once“. Zeit sei also etwas, das Sorge trägt dafür, dass nicht alles in ungeordnetes Durcheinander zusammengeworfen wird.
Sobald man Ereignisse in einer Reihenfolge anordnet – noch ohne Abhängigkeiten zu bestimmen, lediglich ein Positionieren des Ereignisses A vor einem anderen Ereignis B – muss auf ein Konzept wie Zeit zurückgegriffen werden. Auch bei anderen Konzepten – beispielsweise „Raum“ – muss früher oder später eine zeitliche Abfolge verwendet werden. Rein etymologisch liegt der Bedeutungsursprung von Zeit in der Bedeutung der Wörter (zer)teilen, zerschneiden, zerreißen, sich erstrecken. Von ihrer ursprünglichen Bedeutung ausgehend, ließe sich Zeit somit auch als „Abschnitt oder Strecke“ verstehen, d.h. als ein eigentlich räumlicher Begriff. In diesem Sinn können der Zeit auch Adjektive wie lang oder kurz zugeordnet werden und man kann Zeit mit räumlichen Begriffen koppeln: Zeitraum, Zeitfenster, Zeitlücke, etc. Bereits Aristoteles gibt im Buch ? der Metaphysik eine metrische Beschreibung der Worte früher und später an: „[…] Andere Dinge sind der Zeit nach früher. […] Einige nämlich dadurch, daß sie vom Jetzt weiter entfernt sind, wie etwa wie vergangenen; früher nämlich ist der Trojanische Krieg als der Persische, weil er vom Jetzt weiter entfernt ist.“. Ohne die metrische Beziehung zum Jetzt ließen sich Ereignisse nicht reihen, ohne die Zerstückelung und das Neu-Anordnen, wäre alles ein zusammengeworfenes Durcheinander.

Das zeitgereihte Eintreten von Ereignissen, die dadurch also geordnet und greifbar sind, betrifft aber noch mehr als alleine ihre Abfolge. Bestimmte Ereignisse können immer wieder beobachtet werden, sie scheinen wiederzukehren, wie etwa der Einbruch der Nacht, Mondfinsternissen oder Hunger, Müdigkeit, Durst, etc. Manche Ereignisse treten nur dann ein, wenn ihnen bestimmte andere Ereignisse vorausgegangen sind, etwa donnert es nur dann, wenn davor ein Blitz am Himmel zu sehen war, mein Telefon klingelt dann, wenn ich angerufen werde und ich sehe nichts, wenn ich meine Augen schließe.

Kausale Beziehungen zwischen zwei Ereignissen können von Menschen – wie von keinem Tier – über sehr lange Zeiträume hinweg bestimmt werden: B tritt ein, weil A passiert ist; A verursacht B.
Die Annahme, dass es sich bei diesen Kausalbeziehungen um eine logische Abhängigkeit handelt liegt nahe. Ihnen eine logische Notwendigkeit zuzusprechen wäre jedoch ein Schritt zuviel. Die Beziehungen bestehen nicht aus logischer Notwendigkeit, sondern alleine aus Erfahrung und Beobachtung. Dass auch logische Gesetze für die beobachteten Kausalerfahrungen anwendbar sind, sagt uns die Erfahrung, aber man gewinnt aus ihnen keine Gewissheit.
Nichts sehen kann ich beispielsweise auch, wenn ich erblinde oder von Dunkelheit umgeben bin und ich kann angerufen werden, mein Telefon klingelt aber nicht (weil es vielleicht kaputt ist oder jemand den Klingelton auf stumm geschalten hat).
Auch Blitz und Donner verhalten sich nicht anders: Die „Natur“, für die man glaubt mit den Naturgesetzen eine universell geltende Ordnung geschaffen zu haben, kennen wir nur aus unserer Erfahrung. Was würde man tun, wenn man einen Blitz sieht und keinen Donner hört? Die Annahme „mit der Natur stimmt etwas nicht“ ist falsch: Mit den Naturgesetzen stimmte etwas nicht.

Damit schmälert sich zwar der Anspruch auf logische Notwendigkeit der alltäglichen Kausalbeziehungen, nicht jedoch ihr Wert: Man lebt ganz gut mit der Kausalerfahrung. Sich aus ihr herauszudenken ist sogar schier unmöglich, benötige es die Annahme von Grundlosigkeit. Selbst den kausalen Ursprung zu erfinden wird der Grundlosigkeit vorgezogen.
So wie die Vorsokratiker nach den überlieferten Fragmenten, auf der Suche nach einer Ursubstanz waren, aus der heraus alles entstanden sei, sucht Aristoteles nach einem Urgrund, von dem aus alles verursacht wurde. Zeit entsteht für ihn durch die vom Urgrund ausgehende Bewegung und lässt sich als Abfolge von kausaler Veränderung verstehen.
Aus dem Prinzip von Ursache und Wirkung heraus, muss der Urgrund greifbar sein, er liegt für Aristoteles nicht in der Unendlichkeit: „Denn es kann weder das eine aus dem anderen als aus seinem Stoff ins Unbegrenzte fortschreitend hervorgehen […], noch kann das Woher des Anfangs der Bewegung eine unbegrenzte Reihe ausmachen.“

Aus dem konsequenten Kausaldenken, das von der Gegenwart aus in die Vergangenheit führt, lassen sich zwei Konzepte der zeitlichen Abfolge bilden, die zwar umfassend verstanden werden können, in ihrem wesentlichen Kern aber eine Aussage machen darüber, was man für der Zukunft prophezeien kann. Denn wenn man Kausalketten rückwärts in die Vergangenheit bestimmen kann, müssen sie sich auch vorwärts in die Zukunft bilden lassen:


  1. Die Zukunft ist vorbestimmt, alles ist deterministisch.

    Sowohl eine religiöse (Schicksal ist von Gott vollständig vorherbestimmt) als auch eine physikalische Interpretation (z.B. durch das das Gedankenexperiment des Laplace’schen Dämons) lassen sich auf dieses deterministische Weltbild hinführen.

  2. Die Zukunft ist ungewiss.

    Die Ereignisse hängen vom unberechenbaren Tun der Menschen ab.


Bei den Champignons ist eher a) der Fall. Weil so unberechenbar ist der Herd sicher nicht. Ich habe mir etwa die halbe Downward Spiral der Nine Inch Nails angehört, habe die fetttriefenden Champignons vom Klopapierteller genommen (sollte wer Küchenrolle haben: das geht auch) und auf einen neuen Teller umgesiedelt, Teller auf den Tisch, Gabel und Messer, dann essen: KÖSTLICH!

Leider fehlt mir irgendeinen Beilage, ich hab nur Plastiksalat gehabt, besser als nichts, aber nicht so wirklich passend. Nett wäre Sauce Tartare, ich habe aber nur Ketchup und Liptauer, beides ungeeignet.


ÄRGERLICHERWEISE die richtige Kamera zwar mit, aber keine Speicherkarte, deswegen nur ein Handyfoto, auf dem die köstlichen Champignons nicht so extraordinär aussehen, wie sie in Wirklichkeit ausgesehen haben.
Auf alle Fälle hat die Panier ziemlich hübsch ausgesehen. Weil ich trotzdem auf den Champignons herumgetapscht habe, waren ein paar von ihnen außer Form, das macht (mir) aber nichts.

Der Dreck ist mäßig schlimm, am Herd sind ein paar Fetttropfen von der Pfanne mit dem langsam kalt werdenden Fett hin zum Teller mit durchsichtig gewordenen Klopapier, Bemerkung: Distanz zueinander beim nächsten Mal verringern.
Die übrigen Brösel und das übrige Mehl ist mit schleimigen Eiresten verklebt, glaube nicht dass man das noch für irgendwas verwenden kann, ist aber auch nicht mehr so viel in den Töpfen.

Beim Essen die andere Hälfte der Downward Spiral gehört, das war nicht so ganz passend, aber ich hatte schließlich auch keine Sauce Tartare.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Essen 12: Nudeln mit Champigngonsauce (2)

Ich habe nur eine schleisige Nietzsche Ausgabe gelesen. Schleisig deswegen, weil die Hälfte fehlt. Mindestens. Trotzdem enthalten ist das Kapitel 341 der fröhlichen Wissenschaft enthalten. Wer eine noch schleisigerer Ausgabe hat oder das nicht lesen will, kann auch irgendwas von Jorge Luis Borges lesen, früher oder später, stößt man auch die ewige Wiederkehr.

Das bedeutet, dass sich aus der Endlichkeit von etwas un der Unendlichkeit der Zeit, zwangläufig alles wiederholen muss. Beispielsweise das, was man kocht und isst. Man isst zwar nicht das Selbe, aber man macht beim Kochen doch dieselben Handgriffe wie bereits einmal.

Aus Gender-Gründen zum einzigen mir bekannten Billa gegangen, bei dem an der Kassa ein Mann („Männlein“?) arbeitet. Er hat jetzt Brillen. Bei der Wursttheke stand eine Frau, die das Wurstfräulein nach Nüssen gefragt hat und ein „Keine Ahnung“ bekommen hat.

Nudeln
Crème fraîche
Salz
Pfeffer
Champignons

Der Ablauf ist bekannt, wir erinnern uns, ohne Schlag schmeckt das viel besser!

Sieht zwar etwas aus wie zermatschter Cthulhu, ist aber von Tentakeln weit entfernt und schmeckt ganz gut.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Essen 6: Putenfleisch mit Knoblauch und Champignonsauce

Vorhaben: Heute mache ich mich an die Gewürze. Die sind wichtig für Geschmack im Essen. Es gibt hier viele Gewürze, das Problem ist nur, dass die in kleinen ausgewaschenen Marmeladegläsern sind und mit „Himbeermarmelade“ oder „Erdbeerkonfitüre“ beschriftet sind.
Ich weiß, dass so Pulver keine Marmelade ist, aber nicht, welches Gewürz welches ist. Besipielsweise unbeantwortet: Kann man mit Marillenmarmelade Fleisch würzen?

Zutaten:
Champignons, ganz viele
Bitter eingekaufte Crème fraîche
Fleisch, Pute
Salz
Pfeffer
Knoblauch
Butter
Kümmel
Reis

Bei irgendwelchen Promiköche (bis auf Sarah, die Tochter von Oswald Wiener, Wiener sind das alles nur Männer) klingt es besonders appetitlich, wenn sie sagen „in Butter angebraten“. Ich möchte auch besonders appetitlich und werde heute auch in Butter anbraten.
Fleisch mit einer Knoblauch-Champignonsauce und Reis als Beilage sollen heute entstehen.

Vorbereitung:
Knoblauch aufschneiden
Champignons aufschneiden, einen ganzen Berg Champignons hatte ich
Fleisch aufschneiden (ärgerlicherweise habe ich es in das kaputte Gefrierfach gelegt (warum nicht?) und vergessen wieder rauszunehmen. Es war steinhart beim Aufschneiden. Vermutlich nicht besonders klug, aber irgendwie ganz nett und nicht so fleischig beim Antapschen).


Ablauf:
Weil ich keine Zwiebel mehr habe, nehme ich Knoblauch, das ist so etwas wie Zwiebel. Die bekannte Pfanne auf Platte vier, Butter rein, warten.

Knoblauch in die Pfanne, es zischt. Einen richtigen Indikator gibt es beim Knoblauch nicht, war irgendwann der Meinung „Jetzt!“, habe das noch halbgefrorene Fleisch in die Pfanne geworfen und Platte drei mit dem kleinen Topf (der Teetopf), der mit drei Tassen Wasser gefüllt war, eingeschalten.

Zischen und Brodeln, ich rühre um und warte. Teetopf salzen.

Dachte, dass das Fleisch ruhig länger kochen [beim Überarbeiten des Eintrags, ich ändere das ständig, bin ich verlockt "braten" zu schreiben ... das wäre ein Kochverb] kann, es war schließlich auch so kalt vorher. Als das Wasser im Teetopf zu kochen beginnt, kippe ich zwei nicht ganz volle Tassen Reis (hier wird ein Reis-Wasser-Verhältnis beschrieben) hinein und eine halbe Tasse Wasser in die Pfanne mit dem Fleisch. Dann den Berg voller Champignons in die Pfanne mit dem Fleisch. Umrühren, kurz warten und dann mit Kräutersalz, etwas Pfeffer, einer Brise Kümmel (einfach weil Kümmel beschriftet ist) würzen. Schnell den Deckel drauf.

Parallel habe ich zugeschaut wie der Reis übergegangen ist, weil der Teetopf für so etwas viel zu klein ist, etwas Wasser abschütten, dann wieder weiter. Beide Platten etwas zurückdrehen.

Die Crème fraîche nicht vergessen. beim Öffnen des Bechers eine Überraschung: Das ist ja fest!. Hatte mit etwas flüssigem gerechnet, frage mich ob es schlecht ist, rieche daran, rieche nichts, nehme einen Löffel und werfe das ganzen (ohne Löffel) in die Pfanne mit dem Fleisch und dem Champignonberg. Verrühren, abwarten. Seltsamerweise ist das Wasser aus der Pfanne verschwunden (die Sauce!) und ich schütte noch eine halbe Tasse nach.

Abwarten, umrühren.

Morgen werde ich beim Billa nahe dem Artecielo in der Schlange vor der Kassa stehen und mir wünschen, dass es diese Schieber, die man zwischen die eingekauften und noch nicht bezahlten Waren stellt, auch für die Menschen gibt, die vor und hinter einem stehen. Heute stand ein Typ unmittelbar hinter mir. Beim Auto würde man so etwas knapp auffahren nennen. Ich kaufe: Wurst. Er kauft: Sechs Flaschen Bier.
Dieser Billa wird von folgenden Menschen besucht: Leuten, die am Kreuzbergl wohnen und irgendwelchen total ahnungslosen Student/innen. Das einzige Geschäft an dessen Kassa ein Kerl steht. Der ist total gesprächig und redet mit den ganzen alten Leuten, die hier Hundefutter für die alles vollscheißenden Hunde kaufen, schon alleine aus Gendergründen muss ich dorthin gehen. Mir hat er ein Formular für eine Billavorteilscard gegeben, ich wusste nicht, was ich bei „Wohnsitz“ eintragen soll. Heute nicht er sondern eine blonde Studentin (?) an der Kassa, sie hat mir einen guten Abend gewünscht, ich ihr auch.
Der auf mir klebende Typ mit seinem Sechsertragerl hatte irgendeinen Gutschein in der Hand und ein Schnapsgesicht (?). Er wollte das Bier mit dem Gutschein zahlen, der Gutschein geht nicht über vier Falschen Bier hinaus. Die blonde Studentin (?) sagt das geht nicht, er fragt warum, ich gehe.

Lasse das so lange kochen, bis der Reis ok ist und noch ein wenig länger. Dazwischen höre ich bestimmt drei oder vier Lieder und mache Salat.


Besonders kreativ: Paprika im Salat.


Beim in-den-Teller-kippen vermisse ich die Sauce. Das sollte eine Knoblauch-Champignonsauce sein und in der Pfanne ist nichts. Keine Ahnung was das soll. Habe viel zu viel Reis, drapiere ihn trtzodem elegant am Teller.
Schmeckt wunderbar. – Auch wenn keine Sauce dabei ist (gegen Ende etwas trocken) und die letzten Gabel ausschließlich mit Reis beladen waren.


Auch wenn kein Trpfen Sauce entstanden ist (man sieht vorne den Tellerboden) und zu viel Reis da ist. Immerhin ist der Reis hübsch in den Teller geklatscht, ich gebe mir dafür Pluspunkt. (auch wenn das Fleisch mit den Champignons nur makelhaft appetitlich scheint, war es super-köstlich.)


NB: Viel zu viel Reis. Ein Knödel hätte gereicht
NB: Beim Verlassen der Wohnung habe ich vergessen die Balkontüre zu schließen und gehe zurück, beim Wiederöffnen der Wohnungstüre war der mir entgegenkommende Geruch herrlich!
NB: Ich glaube heute herausgefunden zu haben warum die Sauce verschwunden ist. Der Berg von Champignons hat vermutlich das Wasser aufgesaugt. Nicht unbedingt, aber vielleicht.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Essen 5: Fleisch mit Champignons, Paprika. Sauce.

fleisch
schlag!
1 erdapfel
pfeffer
salz
champignons
knoblauch, drei zehen (weeeeeesentlich zu wenig, waren aber ganz kleine)
zwiebel, vermutlich beliebig viel
eine halbe paprika



vorhaben: heute etwas gesundes zu kochen. die ganze woche bis jetzt kein so richtiges gemüse, nur salat. entschluss: putengeschnetzeltes (das muss weg) mit knoblauch-champignon-sauce.

Zwei mal einkaufen. Einmal das offensichtliche zeugs (champignons), dann lv über die aktualität der antiken philosophie, dann das weniger offensichtliche (paprika).

Knoblauch deswegen, weil ich nicht so genau weiß, was ich damit tun soll.

Schritt 0: Soll das alles in einen Topf kommen? Entschluss: Nein.
Die Champignons sollen nach Knoblauch schmecken, das Fleisch nicht. Champignons später dazukippen, damit das Fleisch ein wenig Beigeschmack von der Soße bekommt, aber in zwei Töpfen kochen. Der Haupttopf (habe ihm noch keinen Namen gegeben, vielleicht sollte ich ihn Büchner nennen) immer noch zugesaut mit Reisfleischresten, abwaschen kommt nicht in Frage. Zwei Pfannen. Die bekannte Nudeln mit Champignonsaucepfanne, siehe unten, und eine neue. Kenne sie noch nicht. Beide namenlos, keinen Ideen.

Schritt 1: Alles auffitzeln. Das kann ich gut. Wusste nicht so recht, was ich mit dem Erdapfel tun soll, habe dann getan was man mit allen Problemen macht, divide & conquer, also quer aufschneiden und liegenlassen.
Wieder echtes Fleisch zerteilen, irgendwie aufregend darauf herumzufingern.


Dekorativ vorbereitete Zutaten.

Schritt 2: Herd einschalten. Öl in Pfannen, Zwiebel anbraten, bekannt. (Überlegung: Fleisch zuerst, das dauert länger – oder ist das eine absurde Annahme?)

Schritt 3++: Fleisch in Pfanne, anbraten. Die Champignons habe ich in eine Tasse gelegt, das ist so etwas wie ein Maßstab. In die andere Pfanne. Geschickt parallel umrühren. Fleisch wird weiß, mit den Champignons passiert gar nichts.

Abwarten.
Am Vormittag LV Rechnerorganisation. Musste erfreulicherweise noch nie eine LV doppelt machen, Rechnerorganisation nun schon. Bin zwar nicht zur Prüfung gegangen, ich sage immer allen „ach geh doch hin“, hatte aber wirklich null Ahnung, hätte den Namen gewusst und sonst nichts. Rechneroganisation hat, wie alle fächer der itec-menschen, ja nichts mit Informatik zu tun, deswegen interessiert es mich auch nicht im geringsten. Interessant war es auf alle Fälle heute alle möglichen Menschen, die ich letztes Jahr schon gesehen habe wiederzusehen: Der Typ der nie was sagt und Tassen so komisch zeichnet, der Typ der jede Woche einen anderen Bart hat und co.
h. nicht da, deswegen t., auch ok.
Erkläre jetzt nichts, aber auf einer Folie steht CISC und RISC mit einem Pfeil dazwischen, ein Doppelpfeil. Daneben alles mögliche, das der t. im Eiltempo erklärt, alles auch vernünftig. Gedacht nach Wittgenstein frage ich den t. dann was das CISC und das RISC mit dem Pfeil dazwischen bedeutet. Er sagt, dass er keine Ahnung hat. Sind ja auch die Folien vom h..
„Beiläufig gesagt:“ Auch im Saal herrscht schweigen.
„Beiläufig gesagt:“ Wundert mich überhaupt nicht, dass das niemanden interessiert.
(ein zweifelhafter einschub)

Die Champignons werden langsam fertig, das sehe ich an der Farbe, sie werden dunkler. Mit dem Fleisch passiert vorerst noch nichts. Da muss man cool bleiben. Champignons beginnen langsam zu riechen, gieße ein wenig Schlag hinein. Das macht interessante Geräusche und ist gleich verkocht und weg. Giese noch mehr hinein, brodelt ein wenig. Dann würzen. Salz und viel Pfeffer.

Fleisch wird auch angebraten, das gefällt mir gut.

Dann beginnt die Champignonspfanne immer mehr zu brodeln und so. Ausschalten? Weiterlassen?
Kurzschlusshandlung: Alles in die Fleischpfanne kippen und Deckel drauf. Sieht irgendwie nicht so gut aus. Kurzschlusshandlung: Wasser rein.
Vergessen das Fleisch zu würzen, Salz und Pfeffer in den Topf, umrühren. Die Lage beruhigt sich.

Kippe aufgeschnittene halbe Paprika in den Topf und Deckel drauf. Esse die andere Paprikahälfte einfach so. Herd zurück auf Stufe vier.

Am Brett sieht mich der Erdapfel an. Was tun damit?
Träufle wieder Öl in die leere Champignonpfanne und gebe die Erdapfelscheiben rein, fängt gleich wieder an zu brutzeln. Werde ziemlich schnell komisch braun. Weiß auch nicht so recht. Mache, was man mit allen Problemen macht, divide & conquer, einen Teil in die Pfanne, einen anderen wegstellen aber auf eine kalte Platte. Vielleicht ist das die Beilage.
Kurzschlusshandlung: Noch etwas Schlag in die Fleisch/Paprika-Pfanne kippen.


Das soll eine Beilage sein?

Höre mir dann vollständig Death to everyone in einer Liveaufnahme (aus "funtown") von Bonnie Prince Billy an (das kann man sich mit ein wenig google-suche von irgendeinem blog runterladen) und das Lied danach an. Dazwischen immer wieder umrühren. Traue mich nicht kosten, nach den zwei Liedern koste ich doch. Positiv überrascht. Das Flüssige im Topf wird langsam weniger.
Zeit für Salat, heute gesund, wie beschlossen. Ist zwar Plastiksalat, aber immerhin muss ich ihn aufschneiden.
Beim Warten und Salatabmachen die Herdplatte immer wieder ein wenig zurückgedreht. Am Ende ganz aus.



Schmecke keinen FUNKEN Knoblauch, echt gar nix. Wo ist der hin? Also ist das sicher nicht Champignon-Knoblauch. In der soße schwimmen Fettaugen, muss vermutlich so sein. Schmeckt gut. Die Champignons haben den rundherumgeschmack gut aufgenommen, das Fleisch auch. Geschickt gewürzt, vielleicht könnte da noch etwas hineinkommen (irgendwas exotisches?). Problem ist die Soße. Total fett. Also so fett, dass es fast zäh ist, nein das ist nicht gut. Das kann man mit der Soße nicht essen. Solange die am Boden war (sie hat ja hübsch ausgesehen und so) gings ja, dann hab ich den Teller aufgestellt und rundherumgegessen.

nb: zu viel essig im salat. war intelligent genug wasser dazuzuschütten

Notiz: Wie funktioniert das mit dem Schlag? Diese deutschen, die das deutschsprachige Internet dominieren sagen ja „Obers“, oder? Ist das dasselbe wie Schlag? Habe etwas anders gekauft als beim ersten Mal. Einen gelben Becher, bei den Nuden siehe unten war es ein roter Becher. Hab ich beim Billa aber nicht gefunden. Habe gegen TLP 6.3751 verstoßen und rot = gelb angenommen. Selber Schuld, wenn dann die Soße fett wird.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Essen 1: Nudeln mit Champigngonsauce

82 gramm Spaghetti-Nudeln. (Das ist zu wenig)
Eine ganze Zwiebel.
7 Champignons in 3mm dünne Streifen schneiden

Pfanne mit Ölfilm bedecken, erhitzen.
zwiebel aufwürfeln
glastig kochen
champignons dazu.
das alles „rösten“ & würzen. Würzen mit Salz, das ist wichtig & Pfeffer.
anschließend: mit schlag aufwiesen. nicht zu viel nehmen. aufkochen lassen.

parallel dazu: nudeln in salzwasser kochen

wenn fertig: Nudeln in teller, sauce darüber