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Dienstag, 18. Mai 2010

Essen 18: spargel, ein (verabschiedetes geheim)rezept

Viele von den wenigen, die hier herumtun und Philosophie studieren, können sich für Heintel-Veranstaltungen begeistern; nach einer Einführung in die Philosophie unter 139 anderen Anmeldungen und einer nicht akzeptierten Arbeit bin ich da eher skeptisch. (Ich weiß, ich weiß, dass das auch keine besonders ernst genommen Arbeit war, aber bevor ich das akzeptiere, muss mir einmal irgendwer erklären, was überhaupt ernst genommen werden muss: Die Gruppenzuteilung war schrecklich kompliziert aber irgendwie auch witzig. Scheinbar hat kein Mensch verstanden wer sich wohin stellen muss, ich bin von vier Personen gefragt worden „Was soll ich jetzt tun?“. und weiter: Der Moodle-Kurs als Trauerarbeitsplatz. „Hilfe, was soll ich tun?“ „wenn du fragen hast kannst mich gerne anrufen 0676/83868601“ „Würde für Hilfe auch zahlen“ „Wie viele Seiten muss ich schreiben und wann abgeben?“ „Müssen wir Literatur hinzuziehen?“. Eine Teilnehmerin hat im Moodleprofil als Interesse angegeben „meine Kinder lieb haben“. und so fort)

Und dann gibt es andere Veranstaltungen, die nicht nur ein interessantes Thema (und überhaupt ein Thema) behandeln und gut & spannend vorgetragen werden, allerdings zusammen mit der Vortragenden im Raum tatsächlich nur drei Leute sitzen, zeitweise auch ein 50:50-Verhaltnis zwischen Vortragender und Studierenden geherrscht hat, weil ich für eine Stunde weg musste, weil ich zum Operations Research Praktikum musste.

Besagte Veranstaltung heißt Ontologie.

Nach der Ontologie zum Billa, es war spät so 19.15, der lustige Billatyp meint, als ich dem Wagen auf den leeren Parkplatz fahre („Billa hat bis 20 Uhr offen!“, sage ich immer wieder) dass sie zu haben, ich schaue vermutlich komisch, er sagt „Nein Scherz“, haha.
Mit k durch das Geschäft gebraust, folgendes eingekauft:

Spargel
Schinken (z.B. Magerschinken oder „Bitte 20 dag beliebiger Schinken“)
Käste (Österkron)
Schlag

und weiters:
Öl
Zahnstocher
Chicorée
Gewürze


Chicorée und Spargel waschen und schneiden. Der Chicorée schmeckt, wenn man ihn am unteren Ende ableckt entsetzlich bitter. Das muss weg!
Mit k die ganze Zeit – als Nachklang der Ontologie – darüber geredet, was es denn verdammt noch einmal gibt. Die Zutaten und den Herd und Teller gibt es zweifelsohne. Bei Hunger kann man darüber streiten, wir einigen uns darauf: Es gibt Hunger. (Willard Van Orman Quine wird sicher nicht zum Essen eingeladen; schmecken würde es ihm vermutlich eh nicht). Den Spargel und den Chicorée in einem großen Topf mit Wasser kochen (das ist das falsche Verb: in den Topf und dann mit dem Dampf und dem Wasser weich kochen). Parallel dazu den Käse schmelzen lassen, mit etwas Schlag oder Wasser aufgießen, damit er nicht anbrennt. Damit sich der Chicorée (das ist so eine Art Salat übrigens) nicht auflöst (gibt es ihn dann noch?) hat k. Zahnstocher hineingesteckt.
Backofen vorheizen.

Wenn der Salat und der Spargel fertig sind, alles (ohne Wasser) aus dem Topf hinaus auf einen Teller. Das heiße Gemüse mit kaltem Schinken umwickeln (achtung bei den Fingern) und in eine Porzellanbackofenform hineingeben. (diese vorher mit öl bestreichen). Dann den heißen Käse darübergiesen, salz und pfeffer darübers und für ca. 10 Minuten in das Backrohr.

Während des Backens dafür argumentieren, dass es auch Eigenschaften und Universalien Gegenstände sind.


Letztendlich war das Essen war so köstlich, dass alles gegessen war, bevor ich ein Foto machen konnte. Trost: Essen 18 gibt es.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Essen 5: Fleisch mit Champignons, Paprika. Sauce.

fleisch
schlag!
1 erdapfel
pfeffer
salz
champignons
knoblauch, drei zehen (weeeeeesentlich zu wenig, waren aber ganz kleine)
zwiebel, vermutlich beliebig viel
eine halbe paprika



vorhaben: heute etwas gesundes zu kochen. die ganze woche bis jetzt kein so richtiges gemüse, nur salat. entschluss: putengeschnetzeltes (das muss weg) mit knoblauch-champignon-sauce.

Zwei mal einkaufen. Einmal das offensichtliche zeugs (champignons), dann lv über die aktualität der antiken philosophie, dann das weniger offensichtliche (paprika).

Knoblauch deswegen, weil ich nicht so genau weiß, was ich damit tun soll.

Schritt 0: Soll das alles in einen Topf kommen? Entschluss: Nein.
Die Champignons sollen nach Knoblauch schmecken, das Fleisch nicht. Champignons später dazukippen, damit das Fleisch ein wenig Beigeschmack von der Soße bekommt, aber in zwei Töpfen kochen. Der Haupttopf (habe ihm noch keinen Namen gegeben, vielleicht sollte ich ihn Büchner nennen) immer noch zugesaut mit Reisfleischresten, abwaschen kommt nicht in Frage. Zwei Pfannen. Die bekannte Nudeln mit Champignonsaucepfanne, siehe unten, und eine neue. Kenne sie noch nicht. Beide namenlos, keinen Ideen.

Schritt 1: Alles auffitzeln. Das kann ich gut. Wusste nicht so recht, was ich mit dem Erdapfel tun soll, habe dann getan was man mit allen Problemen macht, divide & conquer, also quer aufschneiden und liegenlassen.
Wieder echtes Fleisch zerteilen, irgendwie aufregend darauf herumzufingern.


Dekorativ vorbereitete Zutaten.

Schritt 2: Herd einschalten. Öl in Pfannen, Zwiebel anbraten, bekannt. (Überlegung: Fleisch zuerst, das dauert länger – oder ist das eine absurde Annahme?)

Schritt 3++: Fleisch in Pfanne, anbraten. Die Champignons habe ich in eine Tasse gelegt, das ist so etwas wie ein Maßstab. In die andere Pfanne. Geschickt parallel umrühren. Fleisch wird weiß, mit den Champignons passiert gar nichts.

Abwarten.
Am Vormittag LV Rechnerorganisation. Musste erfreulicherweise noch nie eine LV doppelt machen, Rechnerorganisation nun schon. Bin zwar nicht zur Prüfung gegangen, ich sage immer allen „ach geh doch hin“, hatte aber wirklich null Ahnung, hätte den Namen gewusst und sonst nichts. Rechneroganisation hat, wie alle fächer der itec-menschen, ja nichts mit Informatik zu tun, deswegen interessiert es mich auch nicht im geringsten. Interessant war es auf alle Fälle heute alle möglichen Menschen, die ich letztes Jahr schon gesehen habe wiederzusehen: Der Typ der nie was sagt und Tassen so komisch zeichnet, der Typ der jede Woche einen anderen Bart hat und co.
h. nicht da, deswegen t., auch ok.
Erkläre jetzt nichts, aber auf einer Folie steht CISC und RISC mit einem Pfeil dazwischen, ein Doppelpfeil. Daneben alles mögliche, das der t. im Eiltempo erklärt, alles auch vernünftig. Gedacht nach Wittgenstein frage ich den t. dann was das CISC und das RISC mit dem Pfeil dazwischen bedeutet. Er sagt, dass er keine Ahnung hat. Sind ja auch die Folien vom h..
„Beiläufig gesagt:“ Auch im Saal herrscht schweigen.
„Beiläufig gesagt:“ Wundert mich überhaupt nicht, dass das niemanden interessiert.
(ein zweifelhafter einschub)

Die Champignons werden langsam fertig, das sehe ich an der Farbe, sie werden dunkler. Mit dem Fleisch passiert vorerst noch nichts. Da muss man cool bleiben. Champignons beginnen langsam zu riechen, gieße ein wenig Schlag hinein. Das macht interessante Geräusche und ist gleich verkocht und weg. Giese noch mehr hinein, brodelt ein wenig. Dann würzen. Salz und viel Pfeffer.

Fleisch wird auch angebraten, das gefällt mir gut.

Dann beginnt die Champignonspfanne immer mehr zu brodeln und so. Ausschalten? Weiterlassen?
Kurzschlusshandlung: Alles in die Fleischpfanne kippen und Deckel drauf. Sieht irgendwie nicht so gut aus. Kurzschlusshandlung: Wasser rein.
Vergessen das Fleisch zu würzen, Salz und Pfeffer in den Topf, umrühren. Die Lage beruhigt sich.

Kippe aufgeschnittene halbe Paprika in den Topf und Deckel drauf. Esse die andere Paprikahälfte einfach so. Herd zurück auf Stufe vier.

Am Brett sieht mich der Erdapfel an. Was tun damit?
Träufle wieder Öl in die leere Champignonpfanne und gebe die Erdapfelscheiben rein, fängt gleich wieder an zu brutzeln. Werde ziemlich schnell komisch braun. Weiß auch nicht so recht. Mache, was man mit allen Problemen macht, divide & conquer, einen Teil in die Pfanne, einen anderen wegstellen aber auf eine kalte Platte. Vielleicht ist das die Beilage.
Kurzschlusshandlung: Noch etwas Schlag in die Fleisch/Paprika-Pfanne kippen.


Das soll eine Beilage sein?

Höre mir dann vollständig Death to everyone in einer Liveaufnahme (aus "funtown") von Bonnie Prince Billy an (das kann man sich mit ein wenig google-suche von irgendeinem blog runterladen) und das Lied danach an. Dazwischen immer wieder umrühren. Traue mich nicht kosten, nach den zwei Liedern koste ich doch. Positiv überrascht. Das Flüssige im Topf wird langsam weniger.
Zeit für Salat, heute gesund, wie beschlossen. Ist zwar Plastiksalat, aber immerhin muss ich ihn aufschneiden.
Beim Warten und Salatabmachen die Herdplatte immer wieder ein wenig zurückgedreht. Am Ende ganz aus.



Schmecke keinen FUNKEN Knoblauch, echt gar nix. Wo ist der hin? Also ist das sicher nicht Champignon-Knoblauch. In der soße schwimmen Fettaugen, muss vermutlich so sein. Schmeckt gut. Die Champignons haben den rundherumgeschmack gut aufgenommen, das Fleisch auch. Geschickt gewürzt, vielleicht könnte da noch etwas hineinkommen (irgendwas exotisches?). Problem ist die Soße. Total fett. Also so fett, dass es fast zäh ist, nein das ist nicht gut. Das kann man mit der Soße nicht essen. Solange die am Boden war (sie hat ja hübsch ausgesehen und so) gings ja, dann hab ich den Teller aufgestellt und rundherumgegessen.

nb: zu viel essig im salat. war intelligent genug wasser dazuzuschütten

Notiz: Wie funktioniert das mit dem Schlag? Diese deutschen, die das deutschsprachige Internet dominieren sagen ja „Obers“, oder? Ist das dasselbe wie Schlag? Habe etwas anders gekauft als beim ersten Mal. Einen gelben Becher, bei den Nuden siehe unten war es ein roter Becher. Hab ich beim Billa aber nicht gefunden. Habe gegen TLP 6.3751 verstoßen und rot = gelb angenommen. Selber Schuld, wenn dann die Soße fett wird.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Essen 1: Nudeln mit Champigngonsauce

82 gramm Spaghetti-Nudeln. (Das ist zu wenig)
Eine ganze Zwiebel.
7 Champignons in 3mm dünne Streifen schneiden

Pfanne mit Ölfilm bedecken, erhitzen.
zwiebel aufwürfeln
glastig kochen
champignons dazu.
das alles „rösten“ & würzen. Würzen mit Salz, das ist wichtig & Pfeffer.
anschließend: mit schlag aufwiesen. nicht zu viel nehmen. aufkochen lassen.

parallel dazu: nudeln in salzwasser kochen

wenn fertig: Nudeln in teller, sauce darüber