Vor kurzem gab es auf arte-Tracks ein Spezial über Ray Kurzweil und den Transhumanismus. Laszlo Böszörmenyi hat in einer Lehrveranstaltung gesagt, dass Kurzweil ein genialer Denker sei, nur leider verrückt. Alleine das ist Grund genug, sich etwas näher mit Herrn Kurzweil zu beschäftigen.
Transhumanismus ist keine kanonische Wissenschaft und kann als Metascience bezeichnet werden, angesiedelt zwischen Philosophie und Technik. Es ist ein Sammelbegriff für bestimmte Einstellungen zu biopolitischen, ethischen und (natur-)wissenschaftlichen Fragestellungen. Kern der transhumanistischen Ansichten ist der Glaube daran, dass der Mensch in seiner heutigen Form nicht am Ende der Evolution steht und sich durch technische Interventionen weiterentwickeln kann und soll.
Wenn dem Transhumanismus auch ein philosophischer Hintergrund zugesprochen werden soll und er damit mehr als ein idealistisches Denksystem darstellt – dieser Anspruch wird von führenden Sprecher/innen wie Nick Bostrom oder Max More vertreten –, dann kann der Diskurs über den Transhumanismus nicht nur auf einer politischen Ebene stattfinden und um die Etablierung von Bestimmungen hinsichtlich enhancement-Techniken geführt werden. Die Forderungen des Transhumanismus betreffen unmittelbar das Wesen des Menschen und viele unausgesprochene Vorannahmen haben metaphysische Implikationen, an denen ein politischer Diskurs scheitert, wenn sie selbst nicht thematisiert werden. Gerade in dieser Hinsicht kann die Philosophie einen wichtigen Beitrag leisten.
Es fällt auf, dass viele Argumente von Kritiker/innen des Transhumanismus keineswegs neu sind: Technik- und Fortschrittskritik sind keine Erscheinungen des 21. Jahrhunderts und die Kritik am Vorrang des Subjekts gegenüber Gott wurde bereits im Humanismus thematisiert.
Ich glaube, dass viele Fragen, die durch den transhumanistischen Diskurs scheinbar neu aufgeworfen werden, bereits in der Geschichte gestellt worden sind und in anderem Kontext behandelt wurden.
Am Beispiel des Prometheus-Mythos soll dies verdeutlicht werden.
Den ganzen Text gibt es online unter: http://th-web.at/texte
Sonntag, 29. Januar 2012
Sonntag, 15. Januar 2012
AAUNFORMATIK
Auf th-web.at/aaunformatik steht seiter 2012 ein Wiki online, in dem Übungsbeispiele samt Lösungen zu Themen der Informatik und Mathematik online gestellt werden können.
Musterklausuren, Beispiele und Lösungen sollten von Interessierten gepflegt und erweitert werden.
Musterklausuren, Beispiele und Lösungen sollten von Interessierten gepflegt und erweitert werden.
Freitag, 6. Mai 2011
Bonsai, 110505
Dienstag, 3. Mai 2011
Bonsai, 110503
Da ist was faul denkt sich wohl ein jeder. Und die ersten, die daherkommen, wenn etwas faul ist, haben weiße Mäntel an und wirre Haare. Das sind Naturwissenschaftler/innen.

Denen erzählt man das Problem von Schneider und sie kommen zum Urteil: Der ist von einer Granate getroffen worden und das wird ihn wohl irgendwie beschädigt haben. „Ihn beschädigt“ heißt, dass was in seinem Kopf nicht stimmt. Wenn er nach irgendwas greift – und das kann er ja – dann hat das etwas mit Hautkontakt zu tun. Wenn er nur auf eine Stelle seines Körpers zeigen soll, dann gibt es keinen Körperkontakt. Dann kann er nur schauen, wie er seine Hand bewegt. Weil das nicht klappt, muss etwas mit seinen Augen nicht richtig sein. Oder mit dem Teil vom Gehirn, das seinen visuelle Eindrücke verarbeitet. Macht ja Sinn.
Oder?

Andere sagen, dass Schneider ganz normal sehen kann, aber mit seinem Tastvermögen passt etwas nicht. Er schaut seiner Hand ja nach, wenn er sie bewegt. Und er folgt mit seinen Körper mit den Augen, wenn etwas tut. Also schauen kann er ganz normal, nur mit dem Tastsinn, den Fingern oder so stimmt etwas nicht.


Man könnte sich folgendes: Wenn jemand vor einem steht und eine Geschichte, wie die vom Schneider, erzählt, dann sieht man doch, wie die Person gegenüber den Mund bewegt (ein visueller Reiz). Und man hört die Stimme (ein auditiver Reiz). Unter normalen Umständen hält man das nicht auseinander.
Die Granate hat tatsächlich die Regionen getroffen, die für das taktile Sinnesvermögen verantwortlich sind (wer kann das schon so genau sagen?). Nimmt man an, dass etwas mit dem Tastvermögen nicht passt, bleibt zumindest noch unklar, warum er nach der Mücke schlagen oder seine Ledersütcke zurechtschneiden kann. Entweder oder, sagt man ja.
Irgendwer meint, dass es hilfreich ist, nicht nur Sehen und Fühlen als „Sinn“ aufzufassen, sondern auch bei so etwas wie Hunger, Durst oder Müdigkeit an Sinneseindrücke zu denken.
Eigentlich was das jetzt nur verwirrend. Was dem Schneider fehlt, ist unklar.

Denen erzählt man das Problem von Schneider und sie kommen zum Urteil: Der ist von einer Granate getroffen worden und das wird ihn wohl irgendwie beschädigt haben. „Ihn beschädigt“ heißt, dass was in seinem Kopf nicht stimmt. Wenn er nach irgendwas greift – und das kann er ja – dann hat das etwas mit Hautkontakt zu tun. Wenn er nur auf eine Stelle seines Körpers zeigen soll, dann gibt es keinen Körperkontakt. Dann kann er nur schauen, wie er seine Hand bewegt. Weil das nicht klappt, muss etwas mit seinen Augen nicht richtig sein. Oder mit dem Teil vom Gehirn, das seinen visuelle Eindrücke verarbeitet. Macht ja Sinn.
Oder?

Andere sagen, dass Schneider ganz normal sehen kann, aber mit seinem Tastvermögen passt etwas nicht. Er schaut seiner Hand ja nach, wenn er sie bewegt. Und er folgt mit seinen Körper mit den Augen, wenn etwas tut. Also schauen kann er ganz normal, nur mit dem Tastsinn, den Fingern oder so stimmt etwas nicht.


Man könnte sich folgendes: Wenn jemand vor einem steht und eine Geschichte, wie die vom Schneider, erzählt, dann sieht man doch, wie die Person gegenüber den Mund bewegt (ein visueller Reiz). Und man hört die Stimme (ein auditiver Reiz). Unter normalen Umständen hält man das nicht auseinander.
Die Granate hat tatsächlich die Regionen getroffen, die für das taktile Sinnesvermögen verantwortlich sind (wer kann das schon so genau sagen?). Nimmt man an, dass etwas mit dem Tastvermögen nicht passt, bleibt zumindest noch unklar, warum er nach der Mücke schlagen oder seine Ledersütcke zurechtschneiden kann. Entweder oder, sagt man ja.
Irgendwer meint, dass es hilfreich ist, nicht nur Sehen und Fühlen als „Sinn“ aufzufassen, sondern auch bei so etwas wie Hunger, Durst oder Müdigkeit an Sinneseindrücke zu denken.
Eigentlich was das jetzt nur verwirrend. Was dem Schneider fehlt, ist unklar.
Sonntag, 1. Mai 2011
Bonsai, 110501
Sie bestehen aus Holz oder Marmor, aus Plexiglas, Kunststoff oder Gusseisen und sind so hoch, dass man die daraufstehenden Pflanzen beim Sitzen etwa in Augenhöhe hat; so kommen sie besonders schön zur Geltung und können sich, ungehindert von Wand, Fenster oder anderen Pflanzen, gleichmäßig nach allen Seiten entwickeln. Durch Einzelstellung im Garten kommt er besonders schön zur Geltung.
Angenommen, da kommt wer und erzählt die Geschichte von Schneider:
Schneider ist schon seit langem tot. Aber als er noch gelebt hat, ist etwas Merkwürdiges mit ihm passiert. Er hat in einer Fabrik gearbeitet und hat dort Lederstücke zurechtgeschnitten, die dann zu Brieftaschen zusammengenährt worden sind. Im Krieg ist er am Kopf von einem Granatensplitter getroffen worden und seitdem funktioniert er nicht mehr so richtig.
Wie äußert sich das?

SoGibt man ihm die Anweisung, seinen Arm zu heben, dann würde er auf seinen Arm schauen und ihn langsam – mit den Augen verfolgend – nach oben heben. Dabei setzt er seinen ganzen Körper in Bewegung und steht auf.
Und wenn man ihn sagt, dass er mit dem Finger auf seine Nase zeigen soll – also „Das ist meine Nase“ und mit dem Finger hinzeigen, dann wird er seine Nase dabei immer berühren. Wenn man ihn sagt, dass er seine Nase nicht berühren darf, sondern nur mit dem Finger darauf zeigen soll, dann wird er das nicht zustande bringen. Es hilf ihm auch nichts zu sagen, dass er so tun soll als ob nach seiner Nase greift und kurz vorher die Geste unterbrechen. Entweder berührt er seine Nase oder kann nicht auf sie zeigen.
Wenn man ihm am Rücken zugleich an drei verschiedenen Stellen berührt, kann er nicht sagen, an wie vielen Stellen er berührt worden ist. Wenn man ihm die Augen verbindet und sagt, dass er eine Bewegung machen soll, z.B. den Daumen abbiegen oder klatschen oder die Zahl drei zeigen, dann kann er das nicht.
Es ist aber erstaunlich: In seiner Lederfabrik schneidet er die Lederstücke zurecht und wenn er rotzig ist, kann er sich normal schnäuzen, wenn er von einem Insekt gestochen wird, kann er ohne hinzuschauen das Tier von der Hautstelle verscheuchen oder an seinem Körper erschlagen.
Was ist da los?
Was ist da los?
Freitag, 29. April 2011
Bonsai, 110429
Beim Referatschreiben über das Kapitel "Die Räumlichkeit des eigenen Leibes und die Motorik" in der Phänomenologie der Wahrnehmung von Maurice Merleau-Ponty. Ich verstehe davon kein Wort.
Mir wird der Vorwurf entgegengebracht, hier keine Basilikum-Fotos zu zeigen; wodurch ich mich aber nicht dazu veranlasst sehe, das profane Grün ins Internet zu posten. Ist auch kein basilbolo hier.
Könnte auch sonst auch die Zehennägel beim Wachsen fotografieren und ins Internet stellen.
Mehr Baum als Bonsai
Da geht auch nichts weiter.
Mehr Wald als Baum.
Mir wird der Vorwurf entgegengebracht, hier keine Basilikum-Fotos zu zeigen; wodurch ich mich aber nicht dazu veranlasst sehe, das profane Grün ins Internet zu posten. Ist auch kein basilbolo hier.
Könnte auch sonst auch die Zehennägel beim Wachsen fotografieren und ins Internet stellen.
Mehr Baum als Bonsai
Da geht auch nichts weiter.
Mehr Wald als Baum.
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